Büro für Coaching und Organisationsberatung

Coaching – Ablauf

Coaching ist ein zielgerichteter Prozess. Das heißt, dass der Coaching-Klient am Anfang des Coachings ein Ziel definiert, welches im Verlaufe des Coachings angestrebt wird. Dabei ist es nicht immer erforderlich, dass der Coaching-Klient das Ziel schon während des Coaching-Prozesses erreicht.

Vielmehr geht es darum, dass der Klient die Gewissheit hat, dass Ziel nun auch eigenständig erreichen zu können. Wie aber sieht nun der ideale Ablauf eines solchen Coaching-Prozesses aus? Die Antwort darauf hat viel mit dem jeweiligen Ansatz des Coaches zu tun und kann daher nicht allgemeingültig beantwortet werden. So nehmen Christopher Rauen und Andreas Steinhübel das Wort Coach als Akronym und beschreiben den Ablauf wie folgt: C wie Come together; Hier geht es also um die Kontaktaufnahme zwischen Coach und Klient.

Der Coach stellt sein Vorgehen vor und der Klient versucht herauszufinden, ob er schon den richtigen Coach für sich gefunden hat oder ob jemand anderes noch besser passen könnte. O wie Orientation; Coach und Klient lernen sich besser kennen und bauen eine stabile Beratungsbeziehung auf. A wie Analysis; In dieser Phase geht es um die Identifizierung eigentlicher, tieferliegender Themen. Hier zeigt das Modell eine interessante Vorannahme: Der Klient nennt gar nicht sein eigentliches Thema, sondern dieses Thema muss erst im Beratungsprozess herausgearbeitet werden. Diese Annahme teilen natürlich nicht alle Coaching-Ansätze.

Die Veränderungsphase

C wie Change – die Veränderungsphase; Die Veränderungsphase baut auf den vorherigen Phasen auf. Die mit dem Coaching begonnenen Veränderungen werden hier weiter vorangetrieben, so dass auch nach außen die Veränderungen deutlicher werden, als in den vorherigen Phasen. H wie Harbour – Zielerreichung und Abschluss. Man nähert sich, hoffentlich, der Zielerreichung und es kommt nun darauf an die angestoßenen Veränderungen langfristig in den Alltag des Klienten zu integrieren und den Coaching-Prozess angemessen abzuschließen. Zum Abschluss gehören auch das Feedback und die Evaluation zum Coaching sowie zur Arbeit des Coaches, damit auch der Coach sich in seiner Arbeit weiterentwickeln kann.

Der eigene Ansatz

Dass man den Coaching-Prozess auch kürzer und mit anderem Fokus beschreiben kann, zeigt unser eigener Ansatz (BCO Köln). Dieser Ansatz geht ebenfalls davon aus, dass es eine erste Kontaktphase gibt. Diese nennen wir in systemischer Tradition „Joining“. Hier geht es nicht nur um das Kennenlernen, sondern auch um den notwendigen Beziehungsaufbau für die gemeinsame Arbeit. Die erste Arbeitsphase des Coachings ist bereits die „Ergebnis-Phase“. In dieser Phase wird direkt am Anfang das gewünschte Ergebnis des Coachings konkret beschrieben und weiter ausdifferenziert.

Dazu werden Fragen zum Ziel gestellt, aber auch zum Verhalten welches sich verändert haben wird sowie zu den Unterschieden, welches das veränderte Verhalten erzeugen wird. Damit ist die erste Phase im Coaching eine enorm wichtige Phase. Bereits ein Großteil der Klärung wird bereits hier zusammen mit dem Coaching-Klienten erreicht. Die zweite Phase ist die Ressourcen-Phase. In der Ressourcen-Phase gilt es erste Vorboten (positive Beispiele) für das angestrebte Verhalten zu finden.

Dies folgt der Logik, dass bereits gezeigtes Verhalten viel einfacher zu reproduzieren ist, als komplett neues Verhalten. Außerdem gilt es das Vertrauen in die Beeinflussbarkeit des eigenen Verhaltens zu steigern. Die Ressourcenphase sucht gleichzeitig nach nächsten kleinen Schritten, die die schon angefangenen Fortschritte weiter stützen können. Die dritte Phase greift die angefangenen Veränderungen auf und führt sie weiter. In der dritten Phase geht es darum die Verbesserungen bewusst wahrzunehmen und zu vertiefen.

Adjourning

Abgeschlossen wird der Coaching-Prozess mit dem „Adjourning“, also dem Auflösen der aktuellen Arbeitsbeziehung und der Evaluation des Coaching-Prozesses. Wesentliche Unterschiede zum COACH-Modell bestehen u.a. darin das zum Einen das Anliegen des Coaching-Klienten als eigentliches Anliegen ernst genommen wird und zum Anderen das auf eine Analyse-Phase vollständig verzichtet wird. Unserer Erfahrung nach braucht es im Bereich menschlichen Verhaltens keinen Blick zurück, um nach vorne zu gehen.

Hier unterscheidet sich das Vorgehen im Bereich der Verhaltensänderung von dem bei einem technischen Problem. Technische Systeme müssen erst analysiert und verstanden werden, bevor zielgerichtet Veränderungen vorgenommen werden. Menschen funktionieren anders. Hier können Veränderung alleine durch die Klarheit über ein attraktives Ziel erreicht werden.

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