Büro für Coaching und Organisationsberatung

Hausaufgaben im Coaching

Das Wichtigste im Coaching geschieht nicht im Coaching, sondern zwischen den Coaching-Sitzungen. In der Coaching-Sitzung selbst wird ein Raum zur Reflexion und Diskussion geschaffen, damit der Coaching-Klient seine eigenen Lösungen entwickeln kann.

Damit dieser Prozess auch in den Alltag überführt wird und es zu neuem Verhalten kommen kann, wird im Coaching oft von Aufgaben, Hausaufgaben oder Experimenten für die Zeit zwischen den Sitzungen gesprochen. Die Annahme ist, dass es hilfreich ist, wenn durch konkrete Aufgaben der Klient auch zwischen den Sitzungen durch den Coach unterstützt wird.

Neben dem Verschreiben von bestimmten Verhaltensweisen, kann auch versucht werden den Wahrnehmungsfokus zu beeinflussen. So wurde in der lösungsfokussierten Arbeit nach de Shazer eine Zeitlang standardmäßig folgende Aufgabe nach der ersten Sitzung (Formular First Session Task = FFSK) gegeben:

„Between now and the next time we meet, I would like you to observe, so that you can describe to me next time, what happens in your (family, life, marriage, relationship) that you want to continue to have happen.“ (de Shazer, 1985)

Oder als eine deutsche Variante:

„Bis zu unserem nächsten Treffen würde ich Sie bitte einmal zu beobachten, was in Ihrem Arbeitsleben und dem Arbeitsumfeld so ist, dass Sie es gerne beibehalten möchten. Was soll so bleiben wie es ist, weil es gut für Sie ist?“

Gemeinsam Lösungen erarbeiten

Allerdings sollte man sich wirklich fragen, ob solche Hausaufgaben wirklich notwendig sind. Schließlich arbeitet man im Coaching mit erwachsenen und kompetenten Menschen zusammen, in dem man sie unterstützt, eigene Lösungen zu finden. Gelingt dies in den Coaching-Sitzungen ist es auch nicht notwendig sich Aufgaben für den Coaching-Klienten auszudenken.

Sinnvolle Veränderungsrichtung

Vielmehr sollte die Grundannahme im Coaching sein, dass Veränderungen so oder so geschehen. Veränderungen lassen sich gar nicht aufhalten. Damit die Veränderungen in eine vom Klienten gewünschte Richtung gehen, ist es nicht notwendig diese mit Aufgaben vorzugeben. Schließlich kann nur der Klient selbst wissen, welche Veränderungsrichtung für ihn/sie sinnvoll ist.

Wie so häufig scheint ein Konzept aus einer anderen Beratungsrichtung, nämlich der Therapie, zu vorschnell auf das Coaching übertragen worden zu sein. Aus unserer Sicht ist es daher Zeit sich von sogenannten Hausaufgaben für Coaching-Klienten zu verabschieden und das stets verbalisierte Vertrauen in die Ressourcen der Klienten auch entsprechende Taten folgen zu lassen. Professionalität kann eben auch bedeuten zu wissen, was man sein lassen sollte.

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