Büro für Coaching und Organisationsberatung

Mediation

Im Bereich des Konfliktmanagements und der Konfliktklärung unterscheidet man vielfältige Methoden. Diese gehen von dem direkten Gespräch zwischen den beteiligten Parteien bis hin zu den sogenannten ADR-Verfahren. ADR steht für Alternative Dispute Resolution und umfasst alle professionellen Konfliktlösungsverfahren jenseits des Rechtsstreits.

Beispiele für solche Verfahren sind die Schlichtung, der Schiedsspruch und auch die Mediation, die im Folgenden näher vorgestellt werden soll. Im Mediationsverfahren versuchen die Parteien selbstständig und eigenverantwortlich unter Vermittlung eines neutralen Dritten ihren Konflikt zu einer für alle tragbaren Lösung zu führen.

Der Mediator ist dabei allparteilich, das heißt er versucht die Interessen aller Parteien im Blick zu behalten. Gleichzeitig ist er in der Sache neutral, das bedeutet der Mediator hat in der Sache keine eigenen Interessen.

Prinzipien der Mediation

• Freiwilligkeit – Die Teilnahme an der Mediation und die Beteiligung am Prozess ist freiwillig
• Vertraulichkeit – Die Teilnehmer einigen sich im Vorfeld über den Grad der Vertraulichkeit im Rahmen der Mediation (Wer erfährt was durch wen?)
• Eigenverantwortung – Die Parteien sind selbst für die Beachtung ihrer Interessen und das Finden einer gemeinsamen Lösung verantwortlich
• Informiertheit – Allen entscheidungsrelevanten Daten sind allen Beteiligten am Mediationsverfahren bekannt

In der organisationspraxis ist der erste Punkt (Freiwilligkeit) etwas, was nicht immer am Anfang der Mediation vorhanden ist. Es kann gut sein, dass der Betriebsfrieden durch den Konflikt von zwei oder mehreren Parteien nachhaltig gestört ist. Schaffen es die Parteien nicht eigenständig den Konflikt zu lösen und fruchten auch die Bemühungen der nächsten Führungsebene nicht, wird oft ein Mediator eingeschaltet, der als neutrale Instanz den Konflikt zusammen mit den Konfliktparteien klären soll.

Dazu können die Parteien auch durchaus verpflichtet werden und insofern besteht am Anfang keine Freiwilligkeit. Gleichzeitig kann im Prozess der Mediation niemand gezwungen werden sich zu öffnen oder Informationen zu teilen. Daher muss sich am Anfang der Mediation die Freiwilligkeit einstellen, damit der Prozess eine Aussicht auf Erfolg hat.

Der Ablauf der Mediation orientiert sich an sieben Phasen:

1. Eröffnungsphase
Der Mediator erklärt noch einmal den Aufbau des Verfahrens und vereinbart mit den Beteiligten Spielregeln über das Miteinander, damit das Gespräch in positiver Atmosphäre stattfinden kann.

2. Subjektive Situationsbeschreibung
In der zweiten Phase bekommen die beteiligten Parteien die Gelegenheit die Situation ganz aus ihrer Sicht zu schildern. Die jeweils andere Partei hört nur zu und unterbricht nicht. Der Mediator versucht durch aktives Zuhören und entsprechende Nachfragen diese subjektive Beschreibung für alle so nachvollziehbar wie möglich zu bekommen.

3. Themensammlung
Nach der Darstellung der unterschiedlichen Sichtweisen wird anschließend eine Reihenfolge der zu behandelnden Themen festgelegt, da es sich sehr häufig nicht nur um ein Konfliktthema handelt.

4. Interessen und Bedürfnisse
Jedes Thema wird nacheinander bearbeitet. Zuerst werden die eigentlichen Interessen und Bedürfnisse hinter den divergierenden Positionen erarbeitet.

5. Lösungsoptionen
Sind die unterschiedlichen Interessen hinter den Positionen deutlich, eröffnet sich in der Regel ein größerer Lösungsraum für den Konflikt, als vorher angenommen. Mit diesem Wissen im Hinterkopf beginnt nun die kreative Lösungssuche, die die Interessensbefriedigung aller Beteiligten zum Ziel hat. Anschließend werden die vielversprechendsten Lösungsansätze herausgewählt und konkretisiert.

6. Vereinbarungen
Alle vereinbarten Lösungsansätze werden als konkrete Vereinbarungen schriftlich festgehalten und mit entsprechenden Maßnahmen unterfüttert. Sobald die Vereinbarung vollständig ist, wird sie von allen beteiligten Parteien unterschrieben.

7. Abschluss
Die Mediation wird mit der gemeinsamen Vereinbarung abgeschlossen. Es wird noch einmal überprüft, ob es noch Themen gibt, die der Erfüllung der Vereinbarung im Wege stehen und wann es ggf. zu einer gemeinsamen Überprüfung der Vereinbarungen kommen soll.

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