Büro für Coaching und Organisationsberatung

Das Mediationsgesetz

Anders als im Bereich Coaching gibt es für die Mediation in Deutschland eine rechtliche Grundlage. Seit Mitte 2012 gibt es in Deutschland ein Mediationsgesetz („Gesetz zur Förderung der Mediation und anderer Verfahren der außergerichtlichen Konfliktbeilegung“), welches die Umsetzung der europäischen Mediationsrichtlinie 2008/52/EG ermöglichen soll. Als erstes gibt das Gesetz im § 1 eine klare Auskunft darüber, was eine Mediation ist und was den Mediator auszeichnet:

Konfliktlösung

„Mediation ist ein vertrauliches und strukturiertes Verfahren, bei dem Parteien mithilfe eines oder mehrerer Mediatoren freiwillig und eigenverantwortlich eine einvernehmliche Beilegung ihres Konflikts anstreben. Ein Mediator ist eine unabhängige und neutrale Person ohne Entscheidungsbefugnis, die die Parteien durch die Mediation führt.“

Die Paragraphen 2-4 enthalten Beschreibungen über den Verlauf und Aufgaben sowie den Pflichten Mediators. Für Mediatoren besonders interessant ist der Paragraph 5, der die notwendige Ausbildung beschreibt, die für die Tätigkeit als Mediator notwendig ist. Eine solche Ausbildung umfasst

„1. Kenntnisse über Grundlagen der Mediation sowie deren Ablauf und Rahmenbedingungen,
2. Verhandlungs- und Kommunikationstechniken,
3. Konfliktkompetenz,
4. Kenntnisse über das Recht der Mediation sowie über die Rolle des Rechts in der Mediation sowie
5. praktische Übungen, Rollenspiele und Supervision.“

Des Weiteren wird festgelegt, dass man sich als zertifizierter Mediator bezeichnen darf, wenn man die Anforderung nach § 6 des Mediationsgesetztes entspricht. Dieser Paragraph sagt aus, was eine entsprechende Rechtsverordnung regeln soll. Allerdings gibt es eine solche verbindliche Rechtsverordnung noch nicht.

Mediationsverbände

Damit wird ist es im Augenblick schwierig sich als zertifizierter Mediator zu bezeichnen. Damit ein an der Mediation interessierter Klient sich aber dennoch orientieren kann, vergeben Mediationsverbände lizensierte Titel, die nur durch den Nachweise einer umfassenden Ausbildung und entsprechender Praxis zu erlangen sind. So ist für die Erlangung des Führens des Zusatzes Mediatorin BM®/Mediator BM® (Bundesverbandes Mediation e.V. ) nachzuweisen, dass der Mediator

• mindestens 200 Zeitstunden Mediationsausbildung absolviert hat, die von lizenzierten Ausbildern BM durchgeführt wurden(inklusive u.a. Seminare, Supervision, Intervision)
• Dokumentationen von mindestens vier Mediationen vorlegen kann, die vom Bundesverband auf ihre Qualität hin überprüft werden
• in einem Netzwerk von Mediatoren mitarbeitet (zum Erfahrungsaustausch, Weiterbildung, Intervision, Netzwerkarbeit)

Durch das Mediationsgesetz sowie die Anerkennungsrichtlinien der etablierten Mediationsverbände ist es also auch für Menschen, die unerfahren sind im Bereich Mediation, relativ einfach sich einen Überblick über das Verfahren, die Funktion des Mediators sowie die notwendigen Qualifikationen eines Mediators zu verschaffen. Darüber hinaus gilt natürlich immer, dass man als Klient auch Vertrauen in die Kompetenz und die Zuverlässigkeit des jeweiligen Mediators haben muss, damit man sich voll auf den Prozess der Mediation einlassen kann.

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